Krisenherd Naher Osten – Vortrag von Moshe Zuckermann

Auf Einladung der IPPNW (Internationale Ärzte gegen Atomkrieg / Ärzte in sozialer Verantwortung), des Kieler Friedensforums und weiteren Veranstaltern hat der israelische Soziologe und Historiker Moshe Zuckermann am 4. November 2013 einen Vortrag mit dem Titel “Krisenherd Naher Osten – historische und aktuelle Aspekte im Kräftefeld des Umgangs mit Schuld, Antisemitismus und deren Instrumentalisierung” in Kiel gehalten.

Im Dezember 2012 hat Moshe Zuckermann auf Einladung von Assoziation Dämmerung sein Buch “Wider den Zeitgeist” in Hamburg vorgestellt: “Dokumentation: Wider den Zeitgeist”.


Veröffentlicht am 16. März 2014 in den Kategorien: Allgemein Antimilitarismus/Friedenspolitik Audio Hinweis


Interview: Animal liberation and Marxism

Ein Genosse der britischen Communist Party of Great Britain hat auf der vergangenen Herbstakademie ein Interview mit drei ReferentInnen geführt. Es ist in englischer Sprache im “Weekly Worker” Nr. 994 erschienen:

Animal liberation and Marxism

Die CPGB war im Januar 2013 auf Einladung der Assoziation Dämmerung zu Gast in Hamburg – einen Mitschnitt der Veranstaltung gibt es hier.


Veröffentlicht am 2. Februar 2014 in den Kategorien: Allgemein Hinweis Texte Tierbefreiung


Jetzt Online: Informationen zur Herbstakademie

Das Programm sowie organisatorische Hinweise zur Herbstakademie: ONE STRUGGLE – ONE FIGHT!? Tierbefreiung und Revolutionäre Realpolitik sind nun auf unserer Sonderseite verfügbar.

[Klick: Sonderseite zur Akademie]


Veröffentlicht am 10. Juli 2013 in den Kategorien: Allgemein Hinweis Tierbefreiung Veranstaltungen


Vortrag: Revolutionäre Realpolitik für die Befreiung von Mensch und Tier

Vortrag und Diskussion mit Assoziation Dämmerung am 14. Juni 2013 in Zürich

In den Grundrissen schreibt Marx, dass der Kapitalismus “ein System der allgemeinen Exploitation der natürlichen und menschlichen Eigenschaften” sei. Die Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung tut allerdings zumeist so, als ob die Ausbeutung und Unterdrückung der Natur und insbesondere der Tiere nichts mit der kapitalistischen Produktionsweise und dem ihr inhärenten Klassenkampf zu tun habe. Die überwältigende Mehrheit der radikalen und revolutionären Linken hingegen zeichnet sich dadurch aus, dass sie Naturbeherrschung und den industriellen Tiermord durch riesige Fleisch-Konzerne als zu vernachlässigende Aspekte dieser Gesellschaftsordnung betrachtet.

Erst durch die Kritik dieser beiden falschen Alternativen kann eine Bewegung mit dem Ziel aufgebaut werden, für das Ende der Ausbeutung und Unterdrückung von ArbeiterInnen, der Natur und der Tiere eine Revolutionäre Realpolitik zu entwickeln. Diese Bewegung ist zweifelsohne auf den historischen Materialismus und die Kritik der politischen Ökonomie angewiesen. Sie können weder durch bürgerliche Ethik oder Sprachkritik ersetzt, noch auf einen “Marxismus für Menschen” speziesistisch eingeengt werden.

Eine Veranstaltung der Tierrechtsgruppe Zürich

14. Juni 2013, 19.30 Uhr
Volkshaus, Stauffacherstr. 60
Zürich

Klick: Link zur Vortragsankündigung.


Veröffentlicht am 17. Mai 2013 in den Kategorien: Allgemein Hinweis Veranstaltungen


Interview mit Assoziation Dämmerung veröffentlicht

Die Herausgeber des italienischen Blogs “Asinus Novus” haben Assoziation Dämmerung vor einigen Monaten um ein Interview gebeten. Der Bitte haben wir gerne entsprochen. Wir haben ausführlich über unsere Position zum Begriff des “Antispeziesismus” Auskunft gegeben, unsere Haltung gegenüber Peter Singers Arbeiten dargelegt und erörtert, warum Marxismus und Tierbefreiung zusammengehören und eine Revolution nötig ist, um die Menschen und die Tiere zu befreien. Das Gespräch gibt es mittlerweile in italienischer und in englischer Sprache. Die Tierrechtsgruppe Zürich hat das Interview ins Deutsche übersetzt (PDF-Datei).


Veröffentlicht am 8. Februar 2013 in den Kategorien: Allgemein Hinweis Texte Verweis


Dokumentation: Wider den Zeitgeist

Am 14. Dezember 2012 hat Moshe Zuckermann sein Buch “Wider den Zeitgeist” in Hamburg vorgestellt. Im Rahmen unserer Veranstaltung führten Rolf Becker und Susann Witt-Stahl ein Gespräch mit dem Autor.

In dem Audiobeitrag sind Moshe Zuckermanns Vortrag, das Podiumsgespräch mit Rolf Becker und Susann Witt-Stahl sowie die Publikumsdiskussion zu hören.

Der LAIKA-Verlag hat einen Video-Mitschnitt von Moshe Zuckermanns Vortrag erstellt:

Bei SteinbergRecherche.com gibt es einen Veranstaltungsbericht:
“Back in Town: Moshe Zuckermann”


Veröffentlicht am 23. Dezember 2012 in den Kategorien: Allgemein Audio Hinweis Veranstaltungen


‘Anti-Germans’: Excusing capitalism of role in rise of Hitler

Auf der diesjährigen Communist University, die von der Communist Party of Great Britain veranstaltet wurde, hat ein Mitglied von Assoziation Dämmerung über die Geschichte und Ideologie der sogenannten “Antideutschen” referiert. Eine überarbeitete Form des Vortrags ist nun im britischen “Weekly Worker” erschienen und online verfügbar.

“The German left is suffering from a process of neo-conservatisation – a very regressive development that comes in the guise of anti-nationalism and even communism. For me this phenomenon is a structural-historical development that has to be explained with regard to German history and so-called German reunification. It has filled the political vacuum generated within the anti-capitalist left by the collapse of ‘really existing socialism’.”

Weiter geht es hier: Weekly Worker Nr. 941.


Veröffentlicht am 15. Dezember 2012 in den Kategorien: Allgemein Hinweis Texte


Veranstaltung: Wider den Zeitgeist

Buchvorstellung: Moshe Zuckermann
Podiumsgespräch: Rolf Becker und Susann Witt-Stahl mit dem Autor

Freitag, 14. Dezember 2012
Heinrich-Wolgast-Schule
Greifswalderstraße 40, Hamburg-St. Georg
Beginn: 19:00

Was der Historiker Moshe Zuckermann vor einigen Jahren als „Rechtsruck der Stagnation“ im Nahen Osten ausgemacht hat, droht mittlerweile in einer Katastrophe zu kulminieren. Das Kriegsgeschrei in Israel kann lauter kaum mehr werden. 58 Prozent der jüdischen Bevölkerung meinen, dass in ihrem Land bereits „Apartheid“ herrscht. Israels Zivilgesellschaft geht zugrunde, seine Linke ist am Boden. Viele suchen ihr Heil in der zionistischen Ideologie.
Nicht anders die Linke in Deutschland: Ihre Politik sei von „Opportunismus“, defizitärer Vergangenheitsbewältigung und „unbewusster Sehnsucht, auch mal ,Opfer‘, ja, ,Jude‘ sein zu dürfen“ angetrieben, lautet eine von Zuckermanns Diagnosen. Auf parlamentarischer Ebene sei sie so sehr mit dem „Einknicken vor der neokonservativ durchwirkten Meinungshegemonie“ beschäftigt, dass sie zur „Lachnummer“ verkomme.
Entsprechend sind die Debatten in Deutschland und Israel ideologisch kontaminiert. Es wird eine gefährliche Jonglage mit abstrusen Auschwitz-Vergleichen, der Abstraktion „die Juden“ und der Identifizierung von Antisemitismus mit Antizionismus, Israel- und USA-Kritik betrieben. Die perfideste Waffe rechter Ideologen ist der Kampfbegriff „linker Antisemitismus“. Sein Einsatz zielt schon lange nicht mehr auf die Entlarvung von Judenhass, sondern auf die historische Diskreditierung des Friedenslagers und der Kapitalismuskritik.
Was können Linke noch tun, wenn die Degeneration des kritischen Bewusstseins so weit fortgeschritten ist, dass nicht wenige seiner ehemaligen Verwalter mit neoliberalen Demagogen einer Meinung sind, Sozialismus und Nationalsozialismus seien Fleisch vom selben Fleisch?
Der Philosoph Walter Benjamin wies 1939 den einzigen Ausweg: Wer den Verrat an Aufklärung und Emanzipation nicht hinnehmen will, der rückt „nach Maßgabe des Möglichen“ von solchen regressiven Prozessen ab und „betrachtet es als seine Aufgabe, die Geschichte gegen den Strich zu bürsten“. Dieses Denken hält Moshe Zuckermann mit seiner Ideologiekritik wach.

Veranstalter:
Assoziation Dämmerung
Ver.di – Ortsverein Hamburg (ver.di-Fachbereich Medien, Kunst und Kultur)

Die Veranstaltung wird unterstützt vom
Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung e.V.


Anklicken: Flyer zur Veranstaltung (PDF)

Banner zur Veranstaltung:


Beiträge von Moshe Zuckermann:


Veröffentlicht am 15. November 2012 in den Kategorien: Allgemein Hinweis Veranstaltungen


Keine Verurteilung der Tierbefreiungsaktivist/innen in Holland!

Wir dokumentieren und unterstützen die folgende Erklärung.

Im  Herbst 2009 wurden im holländischen Barchem 1000 Käfige geöffnet und 5000 Nerze aus einer Pelzfarm befreit. Die Tiere, durch die Pelzindustrie zur Ware gemacht, konnten nach der Freilassung zum grössten Teil nicht mehr eingefangen und wieder eingesperrt werden. Sie entschwanden in die Nacht und in die Freiheit.

Kurz darauf kam es zu Hausdurchsuchungen der Polizei, welche Computer, Kleidungstücke und andere Gegenstände konfiszierte. Vier beschuldigte Personen wurden verhaftet und bis zu 3 Monate in Untersuchungshaft gesteckt, wobei sie nur unzureichend mit veganem Essen versorgt wurden und strenge Auflagen hinnehmen mussten.

Zwei Jahre später kam es Ende September 2012 nun zum Prozess gegen die „Barchem4“. Die Staatsanwaltschaft forderte für jeden von ihnen 15 Monate Gefängnis für die Befreiung der 5000 Tiere sowie die Beschädigung des Zauns, welches das Gelände der Pelzfarm umgibt. Die Verteidigung plädierte für einen Freispruch für alle der vier Angeklagten und wies im Prozess darauf hin, dass die Polizei ihre teilweise rechtswidrigen und fragwürdigen Untersuchungsmethoden nicht vollständig offengelegt habe. Physische Überwachung, das Abhören von Telefonen, die Verfolgung mit Peilsendern oder die Einvernahme anonym gebliebener Zeugen waren Teil der polizeilichen Ermittlungen, welche in ihrem Wesen an Terrorismusbekämpfung erinnern.

Die herrschende Klasse entscheidet darüber, wer Terrorist und Verbrecher ist

In den Niederlanden hat die Repression einige getroffen, gemeint sind damit aber alle, welche sich der Tierbefreiungsagenda verpflichtet haben und sich für eine Gesellschaft ohne Klassenteilung und Herrschaft,  ohne Ausbeutung und Unterdrückung einsetzen. Die kapitalistische Gesellschaftsordnung zwingt Mensch und Tier herzugeben, was Mehrwert für den Profit der Unternehmen und Konzerne erzeugt. Das Diktat des Kapitals macht Tiere dabei zu Waren, Werkzeugen und verfügbarem Material und die private Aneignung gesellschaftlicher Arbeit  vermittelt die Herrschaft des Menschen über den Menschen.

Die Organisierung des Kollektivs der lohnabhängigen Menschen (die arbeitende Klasse), um sich gegen die Kriegstreiberei, die Zerstörung der Natur, die Aufwertung der Städte oder die Arbeitsbedingungen zu wiedersetzen, soll genau so wenig Idee bleiben wie die Befreiung der Tiere aus ihrem ökonomisch funktionalisierten Dasein. Diese Belangen müssen als materielle Notwendigkeiten bewusstgemacht und der Konflikt mit der herrschenden Klasse und ihrer Interessen ausgetragen werden. Die Verteidiger des Kapitals zögern dabei jedoch nicht, ihre repressiven Mittel und Methoden gegen all diejenigen einzusetzen, welche die täglich organsierte Ausbeutung zu stören und verhindern versuchen.

Solidarität ist Praktisch

Eine der wichtigsten Antworten, welche wir auf die Angriffe der „präventiven  Konterrevolution“ (Marcuse) geben  können, ist die internationale und bewegungsübergreifende Solidarität – nicht als Lippenbekenntnis sondern als politische Praxis! Daher solidarisieren wir uns mit den TierbefreiungsaktivistInnen in Holland und fordern bei der Urteilssprechung am 11. Oktober 2012 ihren Freispruch!

Zürich, Oktober 2012 

Link: Die Erklärung als PDF.

Link: Niederländische UnterstützerInnenseite (enlischsprachig)


Veröffentlicht am 6. Oktober 2012 in den Kategorien: Allgemein Antirepression Hinweis


Aufruf zu Aktionen gegen die Jägerdemo am 22.9. in Düsseldorf

Am 22.9.2012 wollen Jäger in Düsseldorf gegen die Novellierung des Jagdrechts protestieren und sich durch ein gemeinsames ‘Halali-Blasen’ in Szene setzen. Hinter ihrer Demonstration steht der Wunsch, weiterhin der Gewalt gegen Tiere möglichst ungestört nachgehen zu können. TierrechtlerInnen haben seit jeher Jäger aus der Anonymität gezogen, ihre Jagden sabotiert und gegen den Massenmord in Wald und Flur protestiert.

Nun, da sich die Jäger trauen, öffentlich für ihr mörderisches Hobby einzutreten, ist es um so wichtiger, dass die Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung massiv und entschlossen gegen die Jäger und die Jagd vorgeht. Leider können wir nicht sagen, dass wir mit den bisherigen Entwicklungen der Gegenproteste wirklich zufrieden sind. Die angemeldete Gegendemonstration etwa verspricht bisher nicht, deutlich Position für die Befreiung der Tiere und somit auch gegen reformistischen Tierschutz zu beziehen. Wir hoffen auf eine entsprechende Klärung des Sachverhalts und eine deutliche Positionierung seitens der AnmelderInnen. Bis dahin gilt für uns dennoch:

Beteiligt euch an den Protesten gegen die Jägerdemo! Egal, ob ihr an der Gegendemo teilnehmt, lautstark unmittelbar neben oder in der Jägerdemo protestiert, die Zufahrtswege zur Jägerdemo blockiert, die Jägerdemo mit kreativen Aktionen begleitet oder anderweitig die Jagdpropaganda unterbindet: Werdet aktiv und stellt euch den Jägern in den Weg – auf der Straße und im Wald!


Veröffentlicht am 12. August 2012 in den Kategorien: Allgemein Hinweis Veranstaltungen