Buchvorstellung: »Antifa heißt Luftangriff!«

Ende Juni erscheint der von Susann Witt-Stahl und Michael Sommer herausgegebene Sammelband »Antifa heißt Luftangriff!« – Regression einer revolutionären Bewegung beim Hamburger LAIKA Verlag:

„Antifaschismus heute ist zunehmend systemfromm und affirmativ – oftmals pure
 Ideologie. Mit marxistischer Analyse des Faschismus als terroristische 
Form bürgerlicher Herrschaft hat er immer weniger zu tun, meinen die 
Herausgeber des Bandes. Sie legen eine Sammlung von Streitschriften vor, die deutlich machen, was Antifaschismus nicht sein darf. Die zentrale These von Susann Witt-Stahl und Michael Sommer lautet: Antifaschismus droht zur Ode an die freie Marktwirtschaft zu verkommen. Er entwickelt sich zum Teil des Problems, nicht mehr der Lösung. Das ist eine ideologische Meisterleistung des Neoliberalismus.”

Gemeinsam mit dem marxistischen Historiker und Soziologen Moshe Zuckermann wird der Band am Samstag, 28. Juni 2014, auf dem 18. UZ-Pressefest vorgestellt werden:

„Antifa heißt Luftangriff!“ – Regression einer revolutionären Bewegung

Die Herausgeber, Susann Witt-Stahl und Michael Sommer, im ideologiekritischen Gespräch mit dem israelischen Historiker Moshe Zuckermann über die affirmative Wende des deutschen Antifaschismus. Antikapitalismus und Antifaschismus sind genuin miteinander verbunden. Aber seit den 1990er-Jahren fungieren immer mehr Nazi-Gegner als Jubelperser der freien Marktwirtschaft und des Imperialismus – eine ideologische Meisterleistung des Neoliberalismus.

Beginn: 14 Uhr, Ort folgt.


Veröffentlicht am 16. Juni 2014 in den Kategorien: Allgemein Hinweis Veranstaltungen


Assoziation Dämmerung beim UZ Pressefest 2014

Am 18. UZ Pressefest, das vom 27.–29. Juni im Revierpark Wischlingen bei Dortmund stattfinden wird, werden sich dieses Jahr mehrere außerparlamentarische antifaschistische und antikapitalistische Gruppen und Organisationen mit eigenen Veranstaltungen beteiligen – auch Assoziation Dämmerung ist dabei.

Im „Roten Zelt” werden während des Pressefestes mehrere Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen zu den Kernthemen linker und linksradikaler Politik stattfinden: U.a. zum Imperialismus des 21. Jahrhunderts, zur Neuen Rechten, zum Verhältnis der Linken zur Europäischen Union und zum Recht auf Stadt.

Am Samstag, 28. Juni, wird eine Podiumsdiskussion stattfinden, bei der Mark Hadyniak (Redaktion Marxistische Blätter) und ein Vertreter der Assoziation Dämmerung über das Verhältnis von „Marxismus und Tierbefreiung” sprechen werden.

Das Programm, Informationen über die beteiligten Gruppen und alles Weitere ist auf der Homepage des „Roten Zelts” zu finden: roteszelt.wordpress.com

Siehe auch: „Rundumschlag gegen Krieg und Kapitalismus” (DKP-Nachrichtenportal)


Veröffentlicht am 6. Juni 2014 in den Kategorien: Allgemein Hinweis Veranstaltungen


Mitschnitt: „Slava Ukraini! – Heroyam Slava!“

Ein Audio-Mitschnitt des Vortrags von Kai Ehlers auf unserer Veranstaltung „Slava Ukraini! – Heroyam Slava! Analyse eines internationalisierten Konflikts & antifaschistische tour de force über den Maidan” vom 13. März 2014 ist nun online auf YouTube verfügbar:

Das Online-Portal Schattenblick hat einen Veranstaltungsbericht veröffentlicht: Der alte Feind – Brechstangendiplomatie.

Darüber hinaus wurde folgendes Interview mit Kai Ehlers veröffentlicht: Der alte Feind – Mit umgekehrten Vorzeichen. Kai Ehlers im Gespräch.

Weitere Texte, Analysen und Bücher von Kai Ehlers sind zu finden auf www.kai-ehlers.de und auf der Facebook-Seite: facebook.com/kai.ehlers.publizist.


Veröffentlicht am 24. März 2014 in den Kategorien: Allgemein Audio Veranstaltungen


Veranstaltung: „Slava Ukraini! – Heroyam Slava!“

Analyse eines internationalisierten Konflikts & antifaschistische tour de force über den Maidan

An der Außengrenze der Europäischen Union (EU) hat sich maßgeblich unter Mitwirkung der deutschen Regierung ein Konflikt innerhalb der ukrainischen Bourgeoisie zu einer weltpolitischen Konfrontation zwischen der EU und den USA einerseits und Russland andererseits ausgeweitet. Über alle politischen Differenzen hinweg sprechen die deutschen Medien von der „Rückkehr des Kalten Kriegs“. Der Auslöser für diese rasante Zuspitzung war die Weigerung der Janukowitsch-Regierung im November 2013, das Assoziierungsabkommen mit der EU zu unterzeichnen. Aber ist dies auch die Ursache für die internationalen Spannungen? Oder steht für die imperialistischen Mächte noch mehr auf dem Spiel?

Die miserable sozioökonomische und politische Situation in der Ukraine hat viele Menschen gegen die Regierung Janukowitsch auf die Straße getrieben. Die vom Westen unterstützten Parteien Klitschkos, Jazenjuks und Timoschenkos verfolgen allerdings keine progressive, sondern ihre eigene konservative bis ultrarechte Agenda im Interesse ukrainischer und westeuropäischer Kapitalfraktionen. Den zentralen Austragungsort der Proteste gegen die Politik des ukrainischen Präsidenten Janukowitsch, den Kiewer Maidan Nesaleschnosti, dominieren mittlerweile militärisch geschulte und ausgerüstete ultranationalistische und faschistische Kräfte. Diese rekrutieren täglich hunderte Jugendliche, machen Jagd auf politische Gegner und legen damit den Grundstein für einen nachhaltigen Rechtsruck in der Ukraine.

Kai Ehlers ist Russland-Experte und Publizist, u.a. Russland – Herzschlag einer Weltmacht und Asiens Sprung in die Gegenwart. Russland – China – Mongolei. Zahlreiche Artikel unter: www.kai-ehlers.de

Susann Witt-Stahl ist Journalistin (Hintergrund, Neues Deutschland u.a.) und hat aktuell aus Kiew vom Maidan berichtet: Argument Kalaschnikow – Der Maidan als Wellness-Oase für internationale Ultrarechte, Söldner und DesperadosTodeslisten und Molotow-Cocktails – Kommunisten leben gefährlich in der UkraineJuden suchen Abstand zum Machtkampf – Ukrainischer Rabbiner Azman in Sorge um Provokationen in einer „gefährlichen Situation“

Donnerstag, 13.3.2014
Magda-Thürey-Zentrum (MTZ)
Lindenallee 72, Hamburg-Eimsbüttel
Beginn: 19.00 Uhr

Anklicken: Der Flyer zur Veranstaltung als Download (PDF):


Veröffentlicht am 9. März 2014 in den Kategorien: Allgemein Antimilitarismus/Friedenspolitik Veranstaltungen


Mitschnitt: „Völkisch” oder „populär-demokratisch”? Der moderne Rechtspopulismus

Ein Audio-Mitschnitt der Veranstaltung „Völkisch” oder „populär-demokratisch”? Der moderne Rechtspopulismus vom 18. November 2013 ist nun online auf YouTube verfügbar:

Das Online-Portal Schattenblick hat ein Interview mit Phillip Becher veröffentlicht:

Zu Genese und Charakter des Rechtspopulismus – Interview mit Phillip Becher


Veröffentlicht am 27. Dezember 2013 in den Kategorien: Allgemein Audio Veranstaltungen


Veranstaltung: „Völkisch” oder „populär-demokratisch”? Der moderne Rechtspopulismus

Vortrag und Diskussion mit Phillip Becher am 18. November 2013 in Hamburg

Mit dem Begriff Rechtspopulismus lassen sich Stammtisch-Atmosphäre und opportunistische Politikstile im Sinne von „Stimmenfang“ assoziieren. Dabei rührt der heute zumeist abwertend verwandte Terminus des „Populismus“ ursprünglich von originären Protestbewegungen „von unten“, die sich im späten 19. Jahrhundert als Widerstand gegen bestimmte soziale Verwerfungen bildeten, deren jeweilige historische Entwicklung jedoch nicht immer einen vorwärtsgewandten Ausgang fand (Narodniki in Russland, People’s Party in den USA). Im Verlauf der Geschichte hat sich der Charakter dieses Ausdrucks stark gewandelt. Am Endpunkt dieser Wandlungen steht der gegenwärtige Rechtspopulismus, der vor allem durch seine Feindschaft gegenüber meist muslimischen Einwanderern auffällt. Doch kommen die Stimmungen, die von charismatischen Führern wie H.C. Strache in Österreich, Marine Le Pen in Frankreich oder anderen bedient werden, wirklich (wie es die Rechtspopulisten selbst suggerieren) nur „von unten“, wie es das Wort „Populismus“ nahelegt?

Dementgegen lässt sich Rechtspopulismus vielmehr als ein möglicher, autoritärer, kapitalismuskompatibler Krisenlösungsweg (mit entsprechend negativen Folgen für das angeblich angerufene „Volk“) begreifen.

Welche Interessen schlagen sich im Rechtspopulismus also tatsächlich eine Bahn? Was unterscheidet den Rechtspopulismus vom klassischen Neofaschismus und wo liegen Überschneidungspunkte? Mit Blick auf einzelne Fallbeispiele, insbesondere die Entwicklung in den USA (Wallace-Bewegung in den 1960er-Jahren und Tea Party heute) soll vor einem marxistischen Theoriehintergrund ein Panorama des modernen Rechtspopulismus gezeichnet und erfasst werden, um diese Erkenntnisse unter Verweis auf die notwendige demokratische Gegenwehr zu diskutieren.

Phillip Becher ist Sozialwissenschaftler an der Universität Siegen und Autor des Buches „Rechtspopulismus“, das dieses Jahr im PapyRossa-Verlag erschienen ist.

Montag, 18. November 2013
Magda-Thürey-Zentrum (MTZ)
Lindenallee 72, Hamburg-Eimsbüttel
Beginn: 19.30 Uhr

Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe „Bürgerliche Herrschaft in der Krise“.

 

Anklicken: Der Flyer zur Veranstaltung als Download (PDF):


Veröffentlicht am 11. November 2013 in den Kategorien: Allgemein Veranstaltungen


Jetzt Online: Informationen zur Herbstakademie

Das Programm sowie organisatorische Hinweise zur Herbstakademie: ONE STRUGGLE – ONE FIGHT!? Tierbefreiung und Revolutionäre Realpolitik sind nun auf unserer Sonderseite verfügbar.

[Klick: Sonderseite zur Akademie]


Veröffentlicht am 10. Juli 2013 in den Kategorien: Allgemein Hinweis Tierbefreiung Veranstaltungen


Mitschnitt: “Mythos Grüne Marktwirtschaft”

Ein Audio-Mitschnitt unserer Veranstaltung “Mythos Grüne Marktwirtschaft” vom 16. Mai 2013 ist nun online auf YouTube verfügbar:

Zur Veranstaltungsankündigung geht es hier.


Veröffentlicht am 8. Juni 2013 in den Kategorien: Allgemein Audio Veranstaltungen


Vortrag: Revolutionäre Realpolitik für die Befreiung von Mensch und Tier

Vortrag und Diskussion mit Assoziation Dämmerung am 14. Juni 2013 in Zürich

In den Grundrissen schreibt Marx, dass der Kapitalismus “ein System der allgemeinen Exploitation der natürlichen und menschlichen Eigenschaften” sei. Die Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung tut allerdings zumeist so, als ob die Ausbeutung und Unterdrückung der Natur und insbesondere der Tiere nichts mit der kapitalistischen Produktionsweise und dem ihr inhärenten Klassenkampf zu tun habe. Die überwältigende Mehrheit der radikalen und revolutionären Linken hingegen zeichnet sich dadurch aus, dass sie Naturbeherrschung und den industriellen Tiermord durch riesige Fleisch-Konzerne als zu vernachlässigende Aspekte dieser Gesellschaftsordnung betrachtet.

Erst durch die Kritik dieser beiden falschen Alternativen kann eine Bewegung mit dem Ziel aufgebaut werden, für das Ende der Ausbeutung und Unterdrückung von ArbeiterInnen, der Natur und der Tiere eine Revolutionäre Realpolitik zu entwickeln. Diese Bewegung ist zweifelsohne auf den historischen Materialismus und die Kritik der politischen Ökonomie angewiesen. Sie können weder durch bürgerliche Ethik oder Sprachkritik ersetzt, noch auf einen “Marxismus für Menschen” speziesistisch eingeengt werden.

Eine Veranstaltung der Tierrechtsgruppe Zürich

14. Juni 2013, 19.30 Uhr
Volkshaus, Stauffacherstr. 60
Zürich

Klick: Link zur Vortragsankündigung.


Veröffentlicht am 17. Mai 2013 in den Kategorien: Allgemein Hinweis Veranstaltungen


Veranstaltung: “Mythos Grüne Marktwirtschaft”

Vortrag und Diskussion mit Athanasios Karathanassis am 16. Mai 2013 in Hamburg

Klimawandel, industrialisierte Tötung von Millionen Tieren in der Fleischproduktion, Übersäuerung der Ozeane, Erosion der Böden – die Zerstörung der Natur ist allgegenwärtig und gehört seit jeher zum Status quo des Kapitalismus. Daher ist es naheliegend, ihre Ursache in der kapitalistischen Produktionsweise zu suchen.

Stattdessen machen PolitikerInnen und zahlreiche NGOs wahlweise veraltete und ineffiziente Technologien, eine extreme Produktivkraftentwicklung, steigende KonsumentInnenzahlen, mangelnde Investitionen in grüne Industrien, Fortschritts- und Technikfetischismus für den globalen Ökozid verantwortlich.

Aus diesen Diagnosen resultieren politische Projekte, deren erklärtes Ziel es ist, aus der „sozialen“ eine „sozial-ökologische Marktwirtschaft“ zu machen. Auf diese Position der ökologischen Modernisierung kann sich mittlerweile ein großes politisches Spektrum verständigen – die bürgerliche Koalition von Grün bis Gelb ebenso wie Sven Giegold, Mitgründer von Attac, und der Soziologe Ulrich Beck. Ökologie und Ökonomie sind für sie zwei Seiten einer Medaille, „nachhaltiges Wachstum“ die Perspektive.

Aber rufen neue Technologien unter den Bedingungen von Konkurrenz und Profitstreben nicht auch neue ökologische Probleme hervor? Greift die Strategie eines bewussten Konsums nicht zu kurz? Führen „ökologische Investitionen“ nicht zu neuen Formen ökonomischer Ausbeutung unter grünem Vorzeichen (Biofleisch)? Sind die internationalen Klimaverhandlungen nicht mehrfach gescheitert? Mit anderen Worten: Ist ein Kapitalismus ohne die Zerstörung der Natur überhaupt möglich? Gibt es einen „nachhaltigen“ oder „grünen“ Kapitalismus?

Athanasios Karathanassis ist promovierter Soziologe, Lehrbeauftragter am Institut für Soziologie der Leibniz Universität Hannover und Autor des Buches Naturzerstörung und kapitalistisches Wachstum.

Donnerstag, 16. Mai 2013
Magda-Thürey-Zentrum (MTZ)
Lindenallee 72, Hamburg-Eimsbüttel
Beginn: 19 Uhr

[Anklicken: Der Flyer zum Download.]


Veröffentlicht am 10. April 2013 in den Kategorien: Allgemein Veranstaltungen